Die Schwierigkeiten: Arbeiten und Leben im Süden

Irgendwann hatten wir dann auch Internet und konnten mit der Arbeit beginnen. Einige Stammkunden unserer kleinen Werbeagentur hatten wir glücklicherweise überzeugen können, sich auf eine Fernbetreuung einzulassen. Somit war ein kleines Grundeinkommen vorerst gesichert. Dank einer halbwegs brauchbaren Internetverbindung , konnten wir auch online zusammenarbeiten. Der Rest musste per Post und Telefon funktionieren. Auch waren so einige Reisen einzuplanen. Damals gab es leider noch keine Billigflieger. Die Alternative hieß Euroliner. Der Bus fuhr direkt ab Figueres und brauchte bis Frankfurt 12 Stunden. Dafür kostete das Ticket nur 100 Euro.

Trotzdem musste natürlich auch schnell ein alternativer Broterwerb vor Ort geschaffen werden.

Denn auf lange geschäftliche Fernbeziehungen sollte man nicht unbedingt setzen. Meist gilt nach einer Weile: „Aus den Augen, aus dem Sinn“.

Renovieren: Katalanische Gewölbe

torroella31 Renovieren: Katalanische GewölbeEin prägendes Merkmal alter Masias ist das sogenannte „katalanische Gewölbe“.  Traditionell als Deckenkonstruktion im Untergeschoss alter Bauern- und Dorfhäuser eingesetzt, war es auch in unserem Haus ein wichtiges Stilelement mit Statikfunktion. Bei dieser Bauweise werden die Ziegel an ihrer breiten Seite im Bogen mit schnell trocknendem Gips selbsttragend gemauert. Das katalanische Gewölbe hat eine lange Tradition. Schon die alten Römer verwendeten die Ziegeltechnik in römischen Bädern. Im Mittelalter entstand aus dieser Bautradition im westlichen Mittelmeerraum das Gewölbe “a la catalana”, auf das man bis heute stolz ist. Diese Bauweise kam nicht nur bei Bauernhäusern zum Tragen, sondern man findet sie in ganz Katalonien z.B. bei Bodegas, Stadthäusern und in Industrie- und Landwirtschaft. Die Wirtschaftlichkeit des katalanischen Gewölbes beruht darauf, dass es von guten Maurern freihändig ausführbar ist und eine große Formenvielfalt ermöglicht. In Gaudis Werk findet man die bogenförmige Statik ebenfalls wieder.

torroella6 Renovieren: Katalanische GewölbeStatisch gesehen ist der Bogen eine logische Tragwerkform. So erklärte uns unser katalanischer Nachbar dann auch die katalanische Bauweise anschaulich anhand von einem Ei. Wir sollten versuchen, ein Ei kaputt zu bekommen, indem wir von oben auf die Wölbung pressten – das Ei wehrte sich erfolgreich. Ein Beweis, auf die alte Bauweise auch noch in weiteren 100 Jahren vertrauen zu können, so meinte er. Also ließen wir uns von kleinen Rissen nicht beunruhigen und widmeten uns ausgiebig den kosmetischen Renovierungen.

Schon bald war alles Gerümpel entsorgt, Regale abmontiert und rustikale Steinwände in Szene gesetzt. Moderne Lichtelemente wurden installiert und gläserne Schreibtische vor die Steinmauern gerückt.

Moderne Kunst an den Wänden sorgte für den richtigen Kontrast und ein paar witzige Skulpturen lockerten das Büroambiente zusätzlich auf. Die Computer konnten schon bald ans Netz.

Somit begann der Kampf mit Telefonica als unendliche Geschichte. Davon aber später mehr! Es lebe das Monopol – hoffentlich nicht ewig mehr.

Renovieren: Der erste Sommer im Süden

torroella122 Renovieren: Der erste Sommer im Süden

Can Blau galt es im Sommer 2001 Stück für Stück zu unserem eigenen Heim umzugestalten. Zuerst bekamen alle Wände einen frischen weißen Anstrich. Die obere Etage mit Terrasse zum Patio wurde mit wenigen Mitteln zu einem gemütlichen Wohnbereich.

In der unteren Eben sollte zuerst die alte Restaurantküche weichen. Hier galt es zu Entrümpeln und Umzubauen. Die Fliesen mussten von den Wänden. Alte Natursteinwände wurden freigelegt. Hier und in den ehemaligen Restaurant- und Lagerräumen sollten repräsentable Büroräume entstehen, in denen man gern arbeitet und Kunden empfangen kann.

Ursprünglich waren hier einst die Ställe untergebracht. Davon zeugen auch heute noch Details wie gemauerte Futtertröge und Metallhalterungen zum Festmachen der Tiere.

Can Blau – Einzug 2

Am Sonntag weckten uns gegen 10 Uhr die Kirchenglocken. glocke Can Blau   Einzug 2Wir hatten noch bis spät in die Nacht Möbel gerückt und Kisten ausgepackt. Die erste Nacht im neuen Heim verschliefen wir tief und traumlos. Schade, was man in der ersten Nacht im fremden Bett träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen. Besser aber traumlos als Alpträume.
Auf dem Hof knirschte der Kies. Einige Dorfbewohner hatten sich an das Wegerecht durch unser Grundstück zur Kirche erinnert. Sie nutzten die Chance, uns in Augenschein zu nehmen. “Bon dia“, grüßten wir höflich auf Katalanisch.

Ähnlich wie in Deutschland gingen nur noch wenige ältere Leute sonntags zur Kirche. Der Vorbesitzer unseres Hauses meinte, das lediglich eine Familie auf das Wegerecht über unseren Hof zur Kirche pocht. Eine kleine Spende an die Gemeinde könnte vielleicht dazu führen, das in Zukunft alle den bequemen Zugang zum Kirchplatz von der Dorfstraße aus wählen … Read more »

Neue Nachbarn – Fremde Sprache 1

Mit quietschenden Bremsen bretterte ein roter Ford auf unseren Hof. Heraus sprang ein Typ in zerschlissener Jeans und verwaschenem T-Shirt. Seine Frisur erinnert an ein aufgeplatztes Sofakissen. Zigarettenstummel im Mundwinkel, Knoblauchgeruch und Bierfahne im Schlepptau kam er wild gestikulierend auf uns zu. Ein unverständlicher spanisch-katalanischer Wortschall prasselte auf uns ein. Uns fehlten die Vokabeln. Read more »

Costa Brava wir kommen!

Wellen Costa Brava wir kommen! Der LKW ist vollgestopft bis auf den letzten Zentimeter. “Dieser alte Stein muss unbedingt noch mit!” rufe ich dem Fahrer zu. Er schaut mich ungläubig an, merkt, dass ich den verwitterten Rest  einer Sandsteinsäule keinesfalls gedenke auf der Straße stehen zu lassen, und schafft es tatsächlich, noch eine Lücke auf dem Hänger zu finden. Das eine oder andere Stück Erinnerung scheint unverzichtbar. Jetzt ist der gesamter Hausrat im LKW verstaut. Uns erwartet das Abenteuer Katalonien. Bald soll der Alltag sonniger sein. Read more »

Heute – Hausaufnahme mit Meerblick

villla llanca Heute   Hausaufnahme mit Meerblick

 

Wo die Sonne aus dem Meer steigt!

Gestern hatten wir Tramuntana. So begeistert der Januartag uns heute mit Himmelsblau bis zum Horizont. Unser Kunde heute sucht ein Objekt mit spektakulärem Meerblick und gutem Preis-Leistungsverhältnis. Deshalb haben wir uns auf den Weg nach Llança begeben, um das perfekte Fotowetter zu nutzen. Hier haben wir seit kurzem eine schöne Villa mit romantischem Garten und besten Aussichten im Angebot.

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Wie alles begann – Vision Süden

Wir träumten wie so viele davon, einmal im Süden – vorzüglich in Spanien – leben und arbeiten zu können. Traumziel Spanien mit seinen vielen Sonnenstunden. Sommer für Sommer warfen wir unser Zelt in den Kombi und fuhren dem grauen Alltag in Richtung Andalusien davon.

sonnenaufgang Wie alles begann   Vision Süden

Ende des 20. Jahrhunderts – lange vor Ryanair, Airberlin und Easyjet – war an ein Umsiedeln in den südlichsten Zipfel von Europa vor dem Rentenalter nicht zu denken, es sei denn man arbeitete in der Touristikbranche oder hatte ausreichend finanziellen Background. Leider traf beides nicht zu. Auch die Aussteigervariante “Leben von Luft, Liebe, Gras und Gelegenheiten” lockte uns nicht. Deshalb endete der andalusische Traum pünktlich mit Ferienende.

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Das Leben an der Costa Brava – Teil 1: aktuell

Die ganze Familie zieht an einem Strang: das „Costa:Live“ Magazine International und das Immobilienfranchise System „Porta Catalunya“ fordert von allen den vollen Einsatz.

Eine Herausforderung, die wir lieben und mit der wir kreativ umgehen. Wichtig ist uns dabei, Synergie zu erzeugen.

„Costa:Live„ Magazine International

www.costa-live.com

costa live 1 2012 Das Leben an der Costa Brava   Teil 1: aktuellerscheint seit 2004 zwölf mal jährlich und entstand aus unserer Begeisterung über die weitgehend unbekannte Region rings um die Costa Brava. Wir wollten unsere Entdeckungen publik machen, und die wunderbare Landschaft zwischen Mittelmeer und Pyrenäen, ihre Menschen, die Kultur, Geschichte und wundervollen Produkte allen Touristen und Residenten näher bringen.

Im Laufe der Zeit entdeckten wir viele kleine Orte, versteckte Winkel und wunderbare Ausblicke, erlebten intensiv die mediterrane Lebensqualität und lernten interessante Menschen kennen. Read more »

Jan 10, 2012 - Tagebuch    No Comments

Auf ein neues Jahr 2012!

Der Jahreswechsel ist wie immer Anlass, sich neues vorzunehmen: “mehr Sport treiben”, „mit dem Rauchen aufhören“, „Schlank im Schlaf“ testen, „weniger feiern gehen“, „die Garage entrümpeln“, endlich „ein Buch schreiben“…

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